Deutsche Zweitmarkt AG: 5,5 Millionen in den ersten drei Monaten

Hamburg, 16.01.2007. Die Deutsche Zweitmarkt AG zieht drei Monate nach ihrem Start am 2. Oktober 2006 eine positive Bilanz. Das Handelshaus vermittelt Anteile an geschlossenen Schiffs- und Immobilienfonds am Zweitmarkt. Insgesamt wurden Kommanditanteile von 164 Einzelfonds mit einem Nominalwert von rund 5,5 Millionen Euro gehandelt. Gut angenommen wurde auch der Bewertungsservice des Unternehmens, der auf der Basis einer hauseigenen Fondsdatenbank Preisindikationen für über 1.000 Schiffsfonds und rund 50 Immobilienfonds geben kann. Insgesamt 800 Kursanfragen für geschlossene Fonds im Wert von rund 45 Millionen Euro gingen in den ersten drei Monaten ein.

Spitzenkurs 2006: 185 Prozent für einen drei Jahre alten Rohöltanker
Das umsatzstärkste Segment der Deutschen Zweitmarkt AG im Jahr 2006 waren wie erwartet Schiffsbeteiligungen. Von den insgesamt verkauften 163 Schiffsfondsanteilen wurden 108 Beteiligungen mit einem Nominalwert von 4,58 Millionen Euro im Direktgeschäft per Maklerauftrag vermittelt. Rund 60 Prozent dieser Makleraufträge betrafen Anlegerportfolios von mehr als einem Fonds. Insgesamt 55 Einzelfonds mit einem Nominalwert von 0,92 Millionen Euro wurden über die unternehmenseigene, offene Plattform gehandelt. Hier können Anleger Anteile jedes Emissionshauses nach dem Höchstbietverfahren selbst handeln.

Den höchsten Kurs 2006 erzielte mit 185 Prozent die MT Colonian Sun. Der Rohöltanker mit 71.637 tdw wurde erst 2003 vom Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds aufgelegt. Der erzielte Durchschnittskurs über alle Fonds lag bei 92,2 Prozent. Die größte verkaufte Einzelbeteiligung hatte einen Nominalwert von 180.000 Euro.

Mit dem BBV 6, einem Portfolio deutscher Einzelhandelsimmobilien, konnte auch im Segment der geschlossenen Immobilienfonds die erste Beteiligung veräußert werden. Die insgesamt hohe Zahl der Anfragen von ausstiegswilligen Anlegern und kaufinteressierten Investoren zeigte aber bereits in den ersten drei Monaten, dass der Bedarf nach einem professionellen Zweitmarkthandel auch bei Immobilienfonds steigt. Bei einem Gesamtvolumen von rund 160 Milliarden Euro investiertem Anlegerkapital hat das Segment gute Chancen, das dynamische Wachstum des Zweitmarkthandels von Schiffsfonds zu wiederholen.

Das größte Handelshindernis im Immobilienfondsbereich war 2006 die Rechtsform der angebotenen Anteile. Immobilienfonds, die als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) geführt werden, haben anders als Kommanditgesellschaften keine Haftungsbeschränkung für die Anleger. Professionelle Investoren vermeiden das damit verbundene finanzielle Risiko, was diese Anteile nur schwer verkäuflich macht.

Von der Anfrage bis zur Auszahlung in drei Wochen
Auch für die Abwicklung der Verkäufe, einem besonderen Service für die Kunden, zieht die Deutsche Zweitmarkt AG eine positive Bilanz. Die Zusammenarbeit mit den Emissionshäusern und Treuhändern der verkauften Fondsanteile läuft zügig. Durchschnittlich drei Wochen dauert es von der Unterzeichnung des Maklerauftrages bis zur Auszahlung des Kaufpreises. Veräußert der Anleger über die Plattform, verlängert sich diese Frist um die Dauer des Bietverfahrens um sieben bis 21 Tage.

Einzig das Emissionshaus Hansa Mare verweigerte bisher in vier Fällen die Zustimmung zum Verkauf eines Schiffsfonds-Anteils und übernahm stattdessen die Anteile zum Verkaufspreis selbst. „Wird ein Emissionshaus dafür bekannt, Vorkaufsrechte auszuüben und damit Käufer aus dem Geschäft zu drängen, kann das die Bereitschaft zum Kauf und damit den Wert der Beteiligung mindern“, so Nikolas H. Dierkes, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG. Aus diesem Grund rät Dierkes Anlegern dazu, schon bei der Zeichnung eines neuen Fonds auf die genauen Ausstiegsklauseln im jeweiligen Gesellschaftsvertrag zu achten. Vorsicht sei insbesondere auch bei Regelungen geboten, die den Verkauf an professionelle Investoren pauschal untersage.

50 Millionen Euro Handelsvolumen für 2007 geplant
Nach dem gelungenen Auftakt des Zweitmarkthandels setzt sich die Deutsche Zweitmarkt AG fürs neue Jahr hohe Ziele. Insgesamt rund 50 Millionen Euro nominales Handelsvolumen sollen 2007 vermittelt werden. Besonders im Direktgeschäft erwartet Dierkes weiter starke Nachfrage: „Beratung, Schnelligkeit und gute Kurse machen diesen Ausstiegsweg für den Anleger besonders interessant.“ Zudem ist der Ausstieg im Direktverkauf für den Verkäufer kostenlos. Ebenfalls kostenfrei kann der Anleger seine geschlossenen Fonds derzeit über die Plattform verkaufen. Die Aktion läuft seit Jahresanfang und endet am 30. April 2007.

„Die meisten Emissionshäuser haben verstanden, dass Anleger heute aktiver mit ihren Assets umgehen wollen. Dazu gehört auch eine Flexibilisierung der lange laufenden Anlageformen wie geschlossene Fonds“, sagt Dierkes. „Ein florierender Zweitmarkthandel von geschlossenen Fonds stärkt das Vertrauen der Investoren in diese Anlageklasse und kommt damit auch dem Erstmarkt zugute.“

Über die Deutsche Zweitmarkt AG
Die Deutsche Zweitmarkt AG führt als Makler und Handelshaus Käufer und Verkäufer von Anteilen an geschlossenen Schiffs- und Immobilienfonds zusammen. Initiatoren und größte Einzelaktionäre des Handelshauses sind das Bankhaus M.M.Warburg & CO und das Hamburger Emissionshaus Salomon & Partner. Die Deutsche Zweitmarkt AG ist zu erreichen unter: www.deutsche-zweitmarkt.de und Telefon: 040 / 30 70 26 00

Quelle: Deutsche Zweitmarkt AG

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