Fri 20 Oct 2006
Schlechte Erfahrungen mit geschlossenen Immobilienfonds
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Post by admin . Filed under: Anlegererfahrungen .
In den letzten Jahren haben viele Anleger in Deutschland schlechte Erfahrungen mit geschlossenen Immobilienfonds gemacht. Gerade weil diese Fonds “geschlossen” sind und die Konstruktion der Gesellschaft aber auch der Geschäftsleitung oft ein Eingreifen der Anleger nahezu unmöglich macht, werden diese Erfahrungen gemacht.
Es wird davon berichtet, das der Treuhänder oder die Geschäftsleitung beschlossene Maßnahmen nur zögerlich oder sehr langsam durchführen. Im Falle des Leerstandes wird nur ein, vermutlich befreundeter, Makler mit der Suche nach potentiellen Mietern beauftragt. Einwände von Anlegern, doch mehrere Makler zu beauftragen, werden als unseriös abgetan. Das es dann oft weit mehr Zeit braucht, und damit Geld der Anleger - denn die Einnahmen bleiben weiter gering - aber die Raten an die Banken müssen pünktlichst bezahlt werden, um einen Mieter oder nur Teilmieter zu finden ist klar. Oft hat man den Eindruck Treuhänder und Geschäftsleitung haben kein Interesse daran, dass die Gesellschaft profitable läuft. Wenn sie nicht im großen Maße daran beteiligt sind, ist das ja nur all zu klar. Die meisten Anleger haben nur einmal im Jahr auf der Gesellschafterversammlung die Möglichkeit (mit-) zu entscheiden.
In einem anderen Fall wird, von der Geschäftsleitung, einem Hauptmieter einer Immobilie über Monate die Miete gestundet. Dann wird, auf drängen der Anleger, ein Berater hinzugezogen um die Wirtschaftlichkeit des Mieters und einen eventuellen Wechsel zu einem neuen Mieter zu prüfen. Dieser benötigt für die Analyse zig Monate Zeit und ein entsprechendes Honorar und kommt zu dem gleichen Ergebnis wie die Anleger schon ein Jahr vorher. Es muss ein neuer Mieter her. Wieder wurden tausende von Euro aus der Gesellschaft verschleudert. Und, wer wird wohl mit der Suche nach dem neuen Mieter beauftragt? Der Berater der vorher sooo lange benötigte um eine einfach Tatsache festzustellen. Der aktuelle Mieter kann nicht zahlen.
Der Treuhänder und die Geschäftsleitung schlagen doch dann auch noch allen ernstes vor dem alten Mieter die Mieten zu erlassen und erst wieder vom, noch zu findenden, neuen Mieter Mieten zu kassieren. Eine Million Euro pfutsch. Natürlich geht das alles zu Lasten der Anleger. Nicht nur das die Rücklagen der Gesellschaft dabei drauf gehen, nein, die Anleger bekommen keinerlei Ausschüttungen, die ja eigentlich laut Plan die Raten für die Kredite decken sollten. Die Anleger werden im Regen stehen gelassen.
Es gibt Anleger mit acht oder zehn Beteiligungen. Für jede wurde ein Kredit aufgenommen, in der Annahme, die Rückläufe aus dem Fond würden den größten Teil der Raten decken. Nun, wo die Zeiten schlechter stehen, haben sich die Berater und Verkäufer zurückgezogen und lassen so manchen Anleger mit bis zu zehntausend Euro Belastung pro Monat zurück.
Dabei gehen ganze Familien drauf. Ein Kontakt aus Berlin erzählte mir, er habe zuerst sein Haus verkaufen müssen, dann ist ihm die Frau davon gelaufen weil kein Geld mehr für ein ordentliches Leben da war, die Kinder hätten sich abgewendet und nach einigen weiteren Jahren hat ihn sein langjähriger Arbeitgeber vor die Tür gesetzt. Jetzt lebt er von Sozialhilfe in einer kleinen Einzimmerwohnung, seine Fondsanteile gehören den Banken und trotzdem hat er noch so viele Schulden, das er alles was über den Mindestbedarf hinausgeht direkt vom Konto abgezogen bekommt.
Das ist die reale Welt der geschlossenen Immobilienfonds in Deutschland. Natürlich wurden die Anleger damals mit hohen Renditen gelockt und sind den Verkäufern auf den Leim gegangen. Das jetzt aber die Zeche nur vom Anleger getragen werden soll ist ein Unding.
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28. February 2007 um 21:31.
Unzufriedene Anleger des Immobilienfonds DOBA Berlin-Springpfuhl, der Zins und Tilgung nicht mehr erbringen kann, haben ein Forum eingerichtet: http://finance.groups.yahoo.com/group/DOBA-Gesellschafter/
Der Geschäftsführer verschiedener DOBA- Fondsgesellschaften verweigert den Kommandististen die Adressen der Beiräte.
Den Beiräten werden die Adressen der Kommanditisten unter Hinweis auf ‘Datenschutz’ verwehrt.
Neben DOBA Berlin-Springpfuhl ist der Fonds DOBA Berlin, Leipzig und Gelsenkirchen, von dem eine bekannte Anlegerschutz-Anwaltskanzlei den Totalverlust der Einlage erwartet, und der Immobilienfonds MTC München und Berlin Rhinstraße betroffen.
31. May 2007 um 11:54.
Mit Schreiben an die Gesellschafter des DOBA-Fonds Leipzig-Grünau
teilt die DOBA mit, dass auch dieser DOBA- Fonds keine Ausschüttungen mehr
leisten wird.
Die DOBA plant, das Objekt zu einem Kaufpreis zu verkaufen, bei dem
die Gesellschafter 62.8% iIhrer Einlage verlieren werden.
Vorher wurde der Fondsgesellschaft noch schnell 141.000 EUR für
Umbauten und 226.000 EUR zusätzliche Instandhaltungsrücklage entnommen.
Die Gesellschafterversammlung ist am 19.06.2007.
Es soll der Verkauf, die Entlastung der Geschäftsführung, Vergütung
und Vergrösserung der Geschäftsführung beschlossen werden.
Dem kann kein Gesellschafter zustimmen:
http://finance.groups.yahoo.com/group/DOBA-Gesellschafter/
21. July 2007 um 10:22.
Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den von Doblinger gesteuerten Geschäftsführer der DOBA- Fondsgesellschaften, Huber Heiter, wegen Kapitalanlagebetrugs und Untreue. Die Fondsgesellschaften sollen Grundstücke und Häuser zu überhöhten Preisen von zu Doblinger- Gruppe gehörenden Gesellschaften gekauft haben.
In einem Fondsprospekt scheint bewusst der anstehende Auszug eines Hauptmieters der Immobilie nicht erwähnt worden sein.
Laut eines Urteils vom Landgericht München I in 2006 lägen “grundsätzlich erhebliche Regressansprüche” des Fonds Doba 17 KG gegen Doblingers Dibag AG vor.
Es sei zu klären, unter welchem Umständen der Fonds Doba 17 von der Dibag mehrere Grundstücke in Berlin, Stuttgart und Nürnberg gekauft habe. Besonders sei zu prüfen, ob der Fonds-Geschäftsführer und die Dibag in “treuwidrigem Zusammenwirken” die Kaufpreise zu Lasten der Anleger hochgetrieben hätten. Es liege nahe, dass der Preis für ein Grundstück in Berlin um etwa eine Million Euro zu hoch angesetzt worden sei.
Tatsächlich geht es darum, zu prüfen, ob es mit rechten Dingen zugeht, wenn 10 von 20 DOBA- Fonds - auch in den besten Lagen Münchens - nach Ablauf von Mietgarantie und Generalmietvertrag die Ausschüttungen meist auf 0 reduziert haben. Nach 10 Jahren sollen die Fonds zu Kaufpreisen verkauft werden, bei denen die Gesellschafter weitgehend ihre Einlagen verlieren.
Nach allgemeiner Lebenserfahrung ist auch naheliegend, dass Informationen zurückgehalten werden sollen, wenn der von DOBA- gesteuerte Fondsgeschäftsführer den Gesellschaftern die Adressen der Mitgesellschafter verweigert und den Beiräten die Adressen der Gesellschafter, sodass diese nur mit Wohlwollen der DOABA die Gesellschafter informieren können.
Auf den Gesellschafterversammlungen werden vom DOBA- gesteuerten Fondsgeschäftsführer Anträge unterdrückt, wie beispielsweise auf Erstellen von Wertgutachten, um den niedrigen Verkaufswert der zu verkaufenden Immobilie zu prüfen.
Es geht hier nicht um persönliche Animositäten. Es geht um Klärung, ob den Fondsgesellschaften durch überhöhte Kaufpreise oder Dienstleistungen von Gesellschaften, die mit Doblinger verbunden sind, Liquidität entzogen wurde.
Es wirft Fragen auf, wenn Dobliger als Fondsgesellschaft mit Doblinger als Generalmieter um eine Reduzierung der Miete verhandelt, bei dem die Ausschüttungen auf der Strecke bleiben.
Es wäre auch zu überprüfen, warum die DIBAG-eigenen Häuser in Berlin-Ost voll vermietet sind während die Fondsimmobilien 2 Häuser weiter, vom Doblinger- Betriebs- und Vermietungsgesellschaft betreut, halb leer stehen.
Gesellschafter, die sich in der von Doblinger zugedachten Rolle von ‘Schafen’ nicht wohlfühlen, haben ein Forum eingerichtet:
http://finance.groups.yahoo.com/group/DOBA-Gesellschafter/